|











 |
Zahme Vögel singen von der Freiheit, wilde Vögel
fliegen!
An
dieser Stelle meiner Homepage stand lange ein Button mit
der Aufschrift „Burnout“. Ich habe fünf Jahre mit
Menschen gearbeitet, die ein Burnout Syndrom hatten oder
wenigstens extrem ausgebrannt, lustlos und ohne
Lebenssinn waren. Viele waren körperlich total
erschöpft, weit mehr waren mental und emotional, auch
sozial ausgebrannt. Stress war ein wirklich wichtiges
Thema in dieser Zeit und ich habe sehr viel Aufwand
betrieben, mich über das Thema Stress zu informieren und
die neusten Therapieansätze, Nahrungsergänzungen und
Präventionsmassnahmen zu finden und weiterzugeben.
Nach
fünfjähriger Forschung aber weiss ich, dass mein Thema
nicht mehr Burnout ist. Denn es ist nur ein Symptom
einer Krankheit, die weit grössere Ursachen hat und vor
allem in unserem kranken Leistungssystem und der
Gesellschaft liegt. Es war lange "eine Ehre" Stress zu haben
oder wenigstens viel zu arbeiten, denn das zeigte, wie
wichtig man ist. Die Wirtschaft verlangt zum Teil
unmenschlich viel Einsatz jedes Angestellten – und das
wird langfristig eher noch intensiver und drastischer.
Niemand redet in den Schaltzentralen der
wirtschaftlichen Macht jemals von Work-Life-Balance. Es
scheint nur noch Work-Work-Balance zu geben und zwar von
Kindesbeinen an.
JETZT ist
aber die Zeit reif, dass viele Menschen genau dieses
System in Frage stellen und sich nach neuen, kreativen
Impulsen sehnen.
Ich werde
nun entschieden den anderen Weg gehen
Ich frage
so, wie es ein lösungsorientierter Therapeut tut:
-
Wofür
brennst Du?
-
Was
musst Du tun, um wieder aus dem vollen Herzen zu
brennen?
-
Mit was
nährst Du Dein Feuer?
-
Welches
Lied willst Du singen?
-
Wer
bist Du, was willst Du wirklich, wirklich, wirklich?
Neale
Donald Walsh sagte einmal: Sende nicht Deine Botschaft
an die Welt, SEI die Botschaft!
Hier, genau
hier liegt die Lösung gegen ein Burnout:
Wenn Du
Dich dieser Frage stellen möchtest dann verbringe einen
Quo-Vadis Tag mit uns. Geh mit mir eine oder zwei Stunden auf die Insel Ufnau,
auf die Halbinsel Au oder in einen Fluss, bewege Dich um
bewegt zu sein und dann lass Dich ausfragen.
Zurück in
der Praxis kanalisieren wir alle Informationen, finden
heraus was Dich wirklich ausmacht, wo Dein roter Faden
zu finden ist, ob Du ihn noch in der Hand oder irgendwo
vergessen hast. Und graben Deine Perle aus der fest
verschlossenen Muschel.
Wofür
brennst Du?
Wenn Du "burn
on" bist, dann wirst Du nie "burn out" sein.
Hier also
das Angebot der Praxis Phönix:
6 Stunden
Mental Coaching
Lunch,
Zwischenmahlzeiten
Arbeitsmaterial
Abschlussbericht
Fr. 650.-
Ich freue
mich, wenn Du diesen Tag so buchst dass Du Dir dafür auch
einen ganzen Tag frei nehmen musst, denn das zeigt mir
wie wichtig Du Dir bist.
Natürlich kannst Du das auch am Wochenende buchen. Aber
willst Du den zahmen oder den wilden Weg nehmen?

|
|
Begriffserklärung
Burnout |
BURNOUT
Der Begriff
Ausgebranntsein oder englisch Burnout-Syndrom
(engl. to burn out – ausbrennen) bezeichnet einen
besonderen Fall berufsbezogener, chronischer Erschöpfung
und wurde 1974 erstmalig von dem Psychoanalytiker
Herbert Freudenberger eingeführt. Durch ständige
Frustration, das Nichterreichen eines Zieles und zu hohe
persönliche Erwartungen an seine eigenen Leistungen kann
es zu einem Burnout-Syndrom kommen. Dabei sind die
Symptome vielfältig und können individuell
unterschiedlich in Bezug auf Auftreten und Ausmaß sein.
Die Symptome können Depressionen sein, aber auch
physiologische Beschwerden, wie Schlafstörungen,
Kopfschmerzen, Magenkrämpfe oder körperliche
Dysfunktionen beinhalten. Typische Symptome sind auch
Schuldgefühle, zum Beispiel sich in seinem Beruf nicht
genügend einzubringen. Der „Ausgebrannte“ erlebt seine
Umwelt im allgemeinen als nicht mehr kontrollierbar und
zieht sich in der Regel völlig in sich zurück. Hilfe von
außen (durch Verwandte oder Freunde) wird kaum noch oder
gar nicht mehr angenommen. Der Kranke muss durch
professionelle Hilfe von Psychologen und/oder Ärzten
unterstützt werden, häufig in einer Psychotherapie.
Früher ging man davon aus dass das Burnout-Syndrom
insbesondere in „helfenden Berufen“ durch hohe
Arbeitsbelastung auftritt (Ärzten, Pflegeberufe,
Lehrern, Sozialarbeitern, Erziehern). Dies führt häufig
zur Krankschreibung, Arbeitsunfähigkeit oder
Frühverrentung. Inzwischen wird aber deutlich, dass
nahezu alle Berufsgruppen von Burnout betroffen sein
können.
In letzter Zeit geriet das Burnout-Syndrom zunehmend ins
Blickfeld der Medien, nachdem einige Fälle unter
Sportlern bekannt wurden. Der Skispringer Sven Hannawald
hat beispielsweise wegen des Burnout-Syndroms seine
Karriere beendet.
Die Burnout-Symptomatik – Charakteristische Merkmale
Bei Burnout
treten zahlreiche Symptome auf. Die hier genannten
müssen nicht alle, und nicht in der Reihenfolge
auftreten.
Zunächst gibt es die Theorie, die besagt: „Wer
ausbrennt, muss einmal gebrannt haben“.
Auffallende Merkmale der Anfangsphase sind
beispielsweise:
Vermehrtes Engagement für bestimmte Ziele
Betroffene arbeiten nahezu pausenlos! - Betroffene
verzichten auf Erholungs- oder Entspannungsphasen -
Betroffene fühlen sich unentbehrlich und vollkommen - um
ihre Vollkommenheit darzustellen, werden häufig andere
Teammitglieder entwertet - Betroffene machen sich somit
bei Kollegen unbeliebt
-
der
Beruf wird zum hauptsächlichen Lebensinhalt
-
Hyperaktivität
-
Nichtbeachten eigener Bedürfnisse
-
Verdrängen von Misserfolgen
-
Beschränkung sozialer Kontakte auf einen Bereich,
z.B. die Kunden
-
Erschöpfung
-
chronische Müdigkeit
-
Energiemangel
-
Konzentrationsschwäche
-
Es ist
noch nicht erforscht, aber dennoch wahrscheinlich,
dass auch akute Überbelastung zu Burnout führen
kann.
Reduziertes Engagementt
Die völlige Hinwendung zu einem Bereich, z.B. zum
Klienten in der Arbeit, kann nach einiger Zeit genau das
Gegenteil hervorrufen, nämlich den Rückzug.
Folgende auffallende Merkmale sind zu beobachten:
-
der
Patient verliert die positiven Gefühle gegenüber dem
Klienten
-
Stereotypisierung
-
Distanzbedürfnis und Meidung von Kontakten
-
Schuldzuweisungen
-
verstärkte Akzeptanz von Kontrollmitteln, Strafen,
Medikamenten
-
negative Einstellung und Vernachlässigung der Arbeit
-
verstärkter Rückzug von Problemen mit anderen, oder
von der Familie, den Partnern, Freunden etc., da
auch in anderen Bereichen Geben und Zuhören zum
Problem wird
-
der
Patient stellt erhöhte Ansprüche an sein Umfeld und
hat häufig das Gefühl ausgenutzt und nicht genug
anerkannt zu werden.
Schuldzuweisungen als emotionale Reaktionn
Die mit Burnout verbundenen Probleme führen besonders
zur Desillusionierung und fordern oft das Aufgeben von
wichtigen Lebenszielen. Dies ist sehr schmerzlich und
muss verarbeitet werden. Um die Aufarbeitung zu
vermeiden, kommt es häufig zu Schuldzuweisungen. Diese
kann sich entweder in Form einer Depression gegen sich
selbst oder in Form von Aggressionen gegen andere
wenden.
Bei Depression fühlen sich die Patienten hilflos, sie
entwickeln Schuldgefühle und mindern ihr
Selbstwertgefühl.
Bei Aggression werden verstärkt der Umwelt Vorwürfe
gemacht. Beispielsweise werden in der Arbeit
Veränderungen blockiert und es kommt häufiger zu
Wutausbrüchen.
Bei Depression und Aggression ist das Burnout meist noch
in einem Stadium, in dem man die Probleme, wenn man sie
ernst nimmt, erfolgreich lösen kann.
Abbau
Burnoutprobleme über längere Zeit steigern das
reduzierte Engagement und führen verstärkt zum Abbau,
der zunächst in der Arbeit sichtbar wird.
Folgende Symptome fallen hier besonders auf:
-
Desorganisation
-
Unsicherheit
-
Probleme bei komplexen Aufgaben und Entscheidungen,
verringerte kognitive Leistungsfähigkeit
-
Verminderte Motivation und Kreativität
-
die
Arbeit wird gerne auf den Dienst nach Vorschrift
reduziert
Auch das
Privatleben wird davon beeinträchtigt: Die Betroffenen
ziehen sich immer mehr zurück, Freundschaften werden
kaum mehr gepflegt, trennt sich der Partner, unternehmen
die Betroffenen nichts dagegen, sie vereinsamen..
Verflachung
Zudem kommt
es nicht nur zum Abbau in der Arbeit, sondern auch
generell zur Verflachung des emotionalen, mentalen und
sozialen Lebens.
Folgende
Symptome treten häufig auf:
-
Gefühle
wie Gleichgültigkeit, Einsamkeit und Desinteresse
-
Konzentration auf die eigene Person
-
Probleme bei sozialen Kontakten:
-
Vermeidung von Kontakten
-
übertriebene Bindung an eine bestimmte Person
-
ständige Suche nach interessanteren Kontakten
Psychosomatische Reaktionenn
Es kommt zu einer Schwächung des Immunsystems und so
häufiger zu Infektionskrankheiten. Weitere
psychosomatische Erkrankungen sind oft Verspannungen,
Schlafstörungen, Kreislaufprobleme, Verdauungs- und
Essstörungen sowie bei fortgeschrittener Erkrankung auch
Herzkrankheiten und Geschwüre im Magen-Darm-Trakt.
Weiterhin kommt gesteigerter Drogenkonsum vor.
Verzweiflung
Ein weiteres Symptom, das überwiegend im Endstadium des
Burnout auftritt, ist die existenzielle Verzweiflung.
Die Einstellung zum Leben ist überwiegend negativ und
das Gefühl der Hilflosigkeit verdichtet sich zur totalen
Sinnlosigkeit, die teilweise im Suizid endet.
Zusammenfassung
Fasst man die charakteristischen Merkmale dieses
Syndromes zusammen, so ist insbesondere körperliche und
emotionale Erschöpfung zu nennen, die durch anhaltende
physische und psychische Leistungs- und
Antriebsschwäche, sowie den Verlust der Fähigkeit, diese
zu regenerieren, gekennzeichnet ist. Ebenso ist eine
zynische, abweisende Grundstimmung gegenüber Kollegen,
Klienten und der eigenen Arbeit festzustellen. Burnout
ist nicht nur ein persönliches Problem des Betroffenen,
sondern gefährdet aufgrund seiner „ansteckenden“ Natur
das berufliche Umfeld. Auch wenn sich die
Krankheitshäufigkeit (Prävalenz) des Burnout-Syndroms
noch nicht feststellen lässt, wird eine allgemeine
Steigerung des Burnout-Risikos aufgrund sich
verändernder Lebens- und Arbeitsbedingungen erwartet.
Den Verlauf des Burnout-Syndromes kann man
folgendermaßen zusammenfassen:
-
Enthusiasmus
-
Stagnation
-
Frustration
-
Apathie
-
Burnout
Diese
Phasen lassen sich vor allem gut an den helfenden
Berufen aufzeigen. Es wird mit großem Idealismus und
guten Vorsätzen an eine Tätigkeit heran gegangen (Phase
Enthusiasmus). Die Person merkt aber, dass sie durch ihr
Handeln keine Fortschritte erzielt. Durch die Stagnation
der Fortschritte kommt es zur Frustration. Es entwickelt
sich ein Zynismus gegenüber dem Klientel. In der Phase
der Apathie ist die berufliche Tätigkeit nur noch unter
großen Anstrengungen auszuüben. Es fehlt den
Betroffenden an Motivation sich neue Ziele zu stecken
und häufig auch das Bewusstsein für ihre eigene
Situation. In dieser Phase wirken die Betroffenen
äußerst phlegmatisch und können sich selbst zu nichts
mehr antreiben, weder beruflich noch privat. Hier sind
auch erste körperliche Anzeichen von Erschöpfung
sichtbar. Hält dieser Zustand länger an, spricht man vom
Burnout-Syndrom.
Messung
Es gibt
zwar viele Theorien zum Burnout, eine Menge Fragebögen
und Checklisten zur Überprüfung, deren technische
Qualität aber nur selten überprüft wurde.
Generell gibt es zwei anerkannte Methoden:
-
Das
Maslach-Burnout-Inventory – MBI, bei dem Aussagen
aus den Kategorien Emotionale Erschöpfung,
Depersonalisierung und Leistungszufriedenheit nach
Intensität und Häufigkeit beantwortet werden müssen.
Inhaltlich deckt dieser Fragebogen die wichtigsten
Aspekte von Burnout ab. Ein Nachteil dieses
Instruments ist jedoch, dass die Fragen jeder
Kategorie alle in die gleiche Richtung weisen.
-
Das
Tedium Measure – TM in dem Aussagen nur bzgl. ihrer
Häufigkeit beantwortet werden.
Ursachen
Die
Ursachen für Burnout lassen sich v.a. im persönlichen,
im sozial-, und organisationspsychologischen und im
gesellschaftlichen Bereich finden.
Persönliche Ursachen
Folgende persönliche Aspekte begünstigen den Burnout:
-
Neurotizismus: Eigenschaften wie Ängstlichkeit,
mangelnde Selbstachtung, Neigung zu Irritationen,
Sorgen und Depressionen, Neigung zu Zwanghaftigkeit,
Schuldanfälligkeit und ein labiles Selbstwertgefühl
sind bei Ausgebrannten auffällig.
-
Perfektionsstreben: Burnout-Betroffene setzten sich
oft zu hohe Ziele und haben Probleme, Kompromisse
einzugehen. Das wirkt sich nachhaltig auf ihre
Handlungsplanung und -bewertung aus.
-
Helfersyndrom: Es wird versucht, Versagenserlebnisse
und versagte Zuwendung in der Kindheit nun durch die
eigene soziale Tätigkeit zu kompensieren. Der Helfer
gibt die Zuwendung, die er empfangen möchte.
Personen mit dem Helfersyndrom versuchen, ihr
labiles Selbstwertgefühl durch die Aufopferung an
eine große Aufgabe und die damit verbundene
Dankbarkeit vieler Hilfsempfänger zu stabilisieren.
-
besondere persönliche Defizite: Eine schlechte
Ausbildung, die Misserfolge provoziert und die
Unfähigkeit, anderen Grenzen zu setzen, können den
Burnout begünstigen.
-
ADHS-Betroffene sind generell einer erhöhten
Burnoutgefahr ausgesetzt
Soziale
und organisationspsychologische Ursachenn
Folgende Ursachen für Burnout stehen besonders in
Zusammenhang mit den Umweltfaktoren der Helfer: Ein
Wechsel der Arbeitssituation, wie z.B. der Einstieg in
den Beruf, ein Wechsel des Vorgesetzten, ein Wechsel der
Arbeitsstelle oder ähnliches sind häufig Auslöser für
das Burnout-Syndrom. Dabei ist ein guter
Einführungsprozess vor allem bei Berufsanfängern als
vorbeugende Maßnahme sehr wichtig.
Die Arbeitsbelastung stellt eine weitere Einflussgröße
dar. Eine konfliktreiche Rolle, die Unmöglichkeit, sich
das Klientel auszusuchen, für den Betroffenen
schwieriges Klientel, die zeitliche und organisatorische
Unmöglichkeit, mit dem Klientel befriedigend zu arbeiten
und zeitraubende sinnlose Verwaltungsarbeit fördern
Burnout.
Auch das Ausmaß der intellektuellen Anregung beeinflusst
das Burnout-Risiko.
Je mehr der Alltag von immer gleicher Routine ohne
Herausforderungen bestimmt ist, desto höher ist das
Burnout-Risiko. Weiterhin wird Burnout begünstigt durch
zu sachlichen, zu einseitigen und zu unpersönlichen
Kundenkontakt und durch mangelnde Möglichkeiten des
Helfers, sich selbst in die Arbeit einzubringen und
eigene Entscheidungen zu treffen.
Zudem fördert es Burnout, wenn die Ziele und
Erfolgskriterien der Arbeit nicht klar definiert sind,
wenn das Team nicht die gleichen Ziele verfolgt oder
wenn der Helfer Ziele verfolgen muss, die gegen seine
eigene Wertvorstellungen verstoßen.
Außerdem wird Burnout durch „schlechten“ Kontakt zum
Vorgesetzten begünstigt, wenn Betroffene beispielsweise
zu wenig Rückmeldung, Lob und Anerkennung bekommen. Auch
zu starke Kontrolle und schlechtes Arbeitsklima steigern
die Burnout-Gefahr.
Auch im Kontakt mit Kollegen kann Burnout mitverursacht
werden, wenn der Betroffene Gleichgültigkeit erfährt,
keinen Rat und Unterstützung erhält und ihm keine
emotionale und strategische Rückendeckung gegeben wird.
Ein weiterer Faktor sind die „professional mystiques“:
Durch Ausbildung und Massenmedien werden falsche Bilder
vermittelt wie beispielsweise, dass der Berufsstatus
bereits Kompetenz garantiere und diese wiederum hohe
Erfolgsraten, dass Klienten grundsätzlich kooperativ und
dankbar, Kollegen hilfsbereit und solidarisch seien.
Weitere wichtige Umweltfaktoren sind private Probleme in
Familie oder Partnerschaft, Einsamkeit oder ein
schwaches soziales Umfeld.
In großen Organisationen kommen dazu noch spezielle
Faktoren wie z.B. zu wenig Autonomie und eigene
Entscheidungsfreiheit in der Arbeit sowie
Rollenambiguität und -konflikte. Hier ist die Gefahr
größer, dass mehrere Menschen die gleichen Aufgaben
erledigen, dass Unübersichtlichkeit herrscht und dass
der Einzelne Aufgaben übernehmen muss, für die er nicht
ausgebildet ist.
Objektive Belastungsfaktoren, Stress
Die Bedeutung der objektiv feststellbaren
Arbeitsbelastung stellt eine Einflussgröße dar, deren
Bedeutung nicht unterschätzt werden sollte. Dazu
gehören: Massive körperliche Belastungen durch Heben von
Gewicht (insbesondere einseitiges Heben), häufiger
starker Wechsel der Umgebungstemperaturen ohne entspr.
Schutzkleidung, starke oder gesundheitsschädliche
Beschallung, deutlich wechselnde tägliche Arbeitszeiten
(oft Schaukeldienste genannt) und häufige oder lang
anhaltende Nachtdienste.
Belastbar erscheinende Mitarbeitende werden vermehrt
Überstunden oder besonders belastenden
Arbeitsbedingungen ausgesetzt. Deren Selbstüberforderung
wird durch die Vorgesetzten evtl. nicht erkannt. Auch
der Druck von Vorgesetzten ist zu erwähnen, Überstunden
z. B. zur Erreichung von Arbeitszielen zu leisten. Dies
reduziert natürlich deren Fähigkeit die
Fürsorgepflichten als Arbeitgeber-Vertreter
wahrzunehmen. Im biologischen Stress-Modell wird von
einer vorübergehenden starken Belastbarkeit ausgegangen,
die allerdings ausreichende Erholungsphasen erfordert.
Sonst ist danach mit einem Zusammenbruch des gesamten
Organismus und seiner Abwehrfunktionen zu rechnen.
Gesellschaftliche Ursachen
Auch in gesellschaftlichen Zuständen und Veränderungen
lassen sich Ursachen für den Burnout finden:
-
Der
Zerfall familiärer und kommunitärer Bindungen
bewirkt wachsende Anonymität und Unpersönlichkeit.
So wird eine narzisstische, selbstbezogene
Charakterstruktur mit Angst vor Abhängigkeit,
innerlicher Leere und Problemen bei tiefen
persönlichen Bindungen gefördert. Dadurch wird die
Arbeit umso höher als Befriedigungsquelle mit
Erwartungen besetzt. Dies hat zur Folge, dass die
Menschen nicht mehr bereit sind, Arbeitsbedingungen
zu akzeptieren, die nicht optimal sind und sie nicht
optimal befriedigen.
-
Eine
weitere Ursache liegt im Wertewandel,
insbesondere in der Einstellung zur Religion.
Religion, die früher größeren Einfluss hatte und die
Wechselfälle des Lebens oft eher als göttliche
Fügung dargestellt hat, verliert ihre Bedeutung.
Individuelle menschliche Entscheidungen haben heute
Vorrang vor dem Einfluss höherer Mächte, was
Unzufriedenheit und damit Burnout fördert.
-
Darüber
hinaus wird durch die Verschlechterung der
Wirtschaftslage und die daraus resultierende
Arbeitslosigkeit immer mehr zum Problem. Menschen in
helfenden Berufen bleiben aus Angst vor
Arbeitslosigkeit eher an Stellen mit schlechten
Arbeitsbedingungen, was sie unzufrieden macht und
das „Ausbrennen“ erleichtert.
-
Durch
die unsichere Marktlage, in der der einzelne
keine sichere Lebensplanung mehr durchführen
kann, ist der Mensch stark verunsichert. Wachsende
Komplexität aller Prozesse des modernen Lebens sorgt
tendenziell für Autonomieeinbußen und Stress, da der
Mensch immer mehr auf Maschinen und Spezialisten
angewiesen ist. Der Mensch wird mehr auf bestimmte
Rollen festgelegt, kann nur noch Teilbereiche des
Lebens bestimmen und bewältigen und ist oft damit
überfordert.
-
Durch
die Spezialisierung innerhalb der helfenden
Berufe werden gesellschaftlich hohe Erwartungen an
helfende Berufe gestellt; es werden zunehmend
bürokratische Kontrollsysteme eingeführt, die durch
das Einführen irrelevanter Erfolgskriterien
sinnvolle Arbeit und das Erreichen selbst
bescheidener Erfolge erschweren.
Behandlung
Patienten
mit Burnout-Syndrom müssen durch professionelle Hilfe
unterstützt werden. In den Anfangsphasen können
teilweise noch ausgedehnte Erholung, z.B. in Form einer
Kur, oder ein Arbeitsplatzwechsel ausreichend Hilfe
leisten. Im fortgeschrittenen Stadium vergeht ein
Burnout-Syndrom nicht „einfach“ wieder. Die Betroffenen
werden in einer gezielten Psychotherapie behandelt, die
helfen soll, die eigene Leistungsfähigkeit besser
einzuschätzen und zukünftige Leistungsanforderungen
realistischer zu stellen, damit künftige Überforderungen
verringert werden. Zusätzlich werden in letzter Zeit
auch natürliche Präparate als Ergänzung verschrieben
(Johanniskraut-Monopräparate und/oder
Johanniskraut-+Passionsblume-+Baldriankombinationen), da
diese auf die Serotonin-Aufnahme und damit auf die
Stimmung positiv Einfluss nehmen.
Präventive Maßnahmenn
Individuelle Vorbeugungsmaßnahmen:
Für Burnout-Gefährdete ist es sehr wichtig, sich selbst
Zeit und Raum zum Ausruhen und Regenerieren sowie für
Ausgleichsmöglichkeiten wie Sport, Musik oder andere
Hobbys zu geben. Aber auch alternative Wege, wie unter
anderem Gebet und Meditation oder anderes, die es dem
Einzelnen ermöglichen Ruhe und Entspannung zu erfahren,
indem sie die Aufmerksamkeit gezielt von dem
Belastungsbereich weglenken, können geistig und
körperlich sehr entlastend wirken.
Zudem ist es wichtig, die notwendige Distanz zur Arbeit
zu behalten oder zu schaffen, um ihr aus einem neuen
Blickwinkel zu begegnen und möglicherweise
unrealistische Vorstellungen zu korrigieren.
Entlastungsmöglichkeiten im Team:
Auch das Team ist für realistische Arbeitspläne und
-umsetzungen mitverantwortlich. Hier sollten dem
Einzelnen wenn möglich an seine Fähigkeiten angepasste,
begrenzte und realistische Aufgaben zugeteilt werden.
Zudem sollte das Team im Idealfall auch ein Raum für
Austausch, Feedback und gegenseitige Begleitung sein.
Vorbeugung durch Arbeitgeber bzw. die Institution:
Der Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen ist ein
größeres Gewicht zu geben als einer vorrangigen
Geschäfts-Ziel-Erreichung im ökonomischen Sinn. Dabei
handelt es sich nicht nur um gesetzliche Pflichten
sondern auch um ethische Normen, zu denen sich
Unternehmen verpflichten (sollten).
Weitere Vorbeugungsangebote der Institutionen um ihre
Mitarbeitern vor Überlastungen zu schützen und dem
Burnout vorbeugen, kann es sein, Raum für Reflexion im
Team zu geben, z.B. in Form von Supervisionen.
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Burnout-Syndrom
Bitte beachte, dass diese Informationen keinesfalls
einen Besuch beim Arzt/Ärztin ersetzen können und
sollen. Wende dich bitte bei Fragen in jedem Fall an
ärztliches Fachpersonal.

|